Eine KTM 1190 Adventure sollte es sein, der leistungsfähige Zweizylindermotor schien mir genau das Richtige für diese Tour! Dafür, dass ich vorher Supersportler fuhr bin ich einfach nur begeistert vom Fahrfeeling ob Gelände oder Straße.

Ausgestattet wurde sie mit diversen Anbauteilen, die es bis auf das Koffersystem von „Touratech-ZEGA“, leider in keinem Zubehör-Shop gibt! Teleskoprohr für Angelrute, Werkzeugtaschen am Sturzbügel, Staurohr für Gaskartuschen (Campingkocher) , US-Munitionsbox für Kompressor und Reifenflicksets, „Erste-Hilfe“-Tasche am Sturzbügel und Die Halterung für den 32er Ringschlüssel zum Kette spannen nicht zu vergessen. Zu guter letzt wurden viele sichtbare Muttern der Anbauteile und des Bügels durch Augenschrauben ersetzt, um notfalls evtl. noch etwas zu befestigen.

Es vergingen in der Vorbereitung wenige Abende an denen ich nicht mit irgendwelchen gelieferten Campinggegenständen mindestens drei runden um die KTM ging , um zu überlegen wie ich sie denn am besten transportiere und befestige (natürlich alles unter den Kritischen und teilweise fragenden blicken meiner mich Liebenden Frau 😬)…

Der Tom, der andere der drei Typen, selbstständiger Fliesenleger aus Nordfriesland… was so viel heißt, für privat und Hobby wenig bis nie Zeit zu haben. Vereinzelte Motorradausflüge dienten zwar der kurzzeitigen Erholung, aber für uns leider nicht genug. Ein Motorradurlaub musste her!

Dank des Verständnisses meiner Frau konnte die Planung beginnen! Motorrad kaufen, Camping und Zubehör besorgen. Mehr über Anbauteile an der KTM 1190 Adventure erfährt ihr in der Kategorie „Motorräder“. Ein großes Dankeschön an dieser Stelle noch an meinen Kollegen Lars, der in unserer kleinen Firma gerade die Stellung hält!

  • bald geht Los!!!

In 7 Tagen, 15 Stunden und 26 Minuten geht die Fähre von Kiel nach Oslo.

Tom und Kay versuchen in den letzten Arbeitstagen noch die Welt zu retten und Robin treibt sich auf einem Festival in Österreich rum. So sind wir halt.

Die Maschinen sind gepackt und das erste mal von ca. 18 Tankfüllungen in den nächsten drei Wochen getankt.

Essen ist verpackt. Vorrat so für 5 Tage macht glaube ich Sinn. Dann ist man unabhängiger. Und genau das ist ja unser Ziel.

 

Wir Ihr seht, kann auch eine Suzuki DL 1000 V Strom zu einem Motorrad werden, welches sich auch mal abseits von befestigten Straßen wohlfühlt. liegt natürlich auch an den Reifen (Heidenau K60Scout) und ja, es sind Winterreifen. Ich wusste als Fahrer von Sportlern gar nicht das es so etwas gibt. Vor ein paar Tagen hat es am Polarkreis noch geschneit bei 2 Grad über null. PS: wir haben Mitte Juni und hier im LDS Land sind es gerade 32 Grad. Mann sollte darauf vorbereitet sein. Zudem hat die V noch Koffer dran bekommen (2x40L), einen Unterbodenschutz Marke Eigenbau (aus altem Regalblech 1,5mm stark), ein Schutzgitter für den Kühler (klar, Marke Eigenbau), Zusatzscheinwerfer (weiß auch nicht warum, da es da oben nicht dunkel wird) aber egal, sieht cool aus, einige Zusatztaschen für Werkzeug und Kram dürfen auch nicht fehlen. Alles in allem hält der Frontbügel ne ganze menge Zeug zusammen.

Der Zweizylinder mit je 500cm³ ist zwar sehr robust, wurde trotz alldem einer Vollwartung unterzogen. Ich hab keine Lust am Polarkreis mit ner Panne zu stehen, auch klar. Die V hat jetzt ca. 52 Tkm auf der Uhr.
Wichtig ist, alles was da ans Motorrad kommt muss IP 65 sein. Also wasser, wasser, wasser wasserdicht. Norwegen hat ca. 150 Tage im Jahr Regen. Und man weiß bei dieser tollen Landschaft nicht, ob das Wasser von oben, von unten oder von der Seite kommt.

 

 

 

Hier noch die trockenen technischen Daten der V Strom (DL 1000) aus dem Jahr 2005

Hubraum:
996
Zylinder:
2
PS/KW:
98/72
Fahrzeuggewicht (kg):
237
Sitzhöhe (mm):
855
Ventilspiel (Ein):
KALT 0,10-0,20 MM
Ventilspiel (Aus):
KALT 0,20-0,30 MM
Leerlaufdrehzahl:
1200 ± 100 U/MIN
Vergaserluftschraube:
EINSPRITZUNG
Reifendruck (vorn):
2,5 BAR
Reifendruck (hinten):
2,5 (2,8) BAR
Zündkerze 1:
NGK CR8EK
Zündkerze 2:
NGK CR8EIX
Elektrodenabstand:
0,7 MM
Standrohr Ø:
43 MM TELEGABEL
Ritzel/Kettenrad:
17/41 ZÄHNE
Kette/Endantrieb:
112 GLIEDER

Tach zusammen,

ich bin der Kay. Einer der 3 Typen, welche im Sommer sich ans kalte Nordkap wagen. In meinem Garten ist vor Monaten die Idee entstanden. Gut, vielleicht haben die unmengen dänischen Faxedosen von meinem Bruder Tom und Kräuterlikörflaschen dazu beigetragen. Jedenfalls bin ich sehr froh, dass meine Familie (Frau und zwei Kinder) mir diese Reise ermöglichen!!! Mein Schwiegervater Achim passt außerhalb der Ferien auf meine Kids auf. Echt super. Danke dafür Achim!!!


Und schon wurden am gleichen Abend noch die Fähre gebucht, Motorräder gekauft und mit der Vorbereitung begonnen. Ihr müsst wissen, wir waren alle samt Fahrer von Supersportlern. Mittlerweile sind wir uns jedenfalls einig, dass eine Reiseenduro / Tourer echt was hermacht. Die Schönheit dieser Maschinen wird jedenfalls beim Fahren freigesetzt.

Egal wie, ich freue mich wahnsinnig darauf mit meinem Bruder und Robin diese coole Tour zu machen. Ich denke, dass wir uns das verdient haben. Vor allem wenn man die letzten turbulenten Jahre betrachtet.
Ich als Elektriker sage da nur: Erden und kurzschließen, ABER: nicht! Vor wieder einschalten sichern. (VDE 0105)
Auf eine tolle Tour und auf das alles gut geht.