Nachdem Robin kurzzeitig die Africa Twin gegen eine CB1000R+ getauscht hatte sollte es doch wieder eine Adventure werden.

Ein Freund, der eine Panigale fährt, schwärmte von der 1290 Super Adventure S – schon fast übertrieben angesichts der Tatsache, dass diese nichts für „Tourer“ oder „Adventures“ übrig hat. Also ab zu KTM, schauen wir mal was kommt.

Und Tatsache – ist das ein krasses Pferd! Handling sehr gut, leichtfüßig (wenn man die Größe betrachtet) und vor allem Kraft.
Dieser 1301ccm V2 arbeitet so Souverän wie wohl kaum ein anderer KTM-Zweizylinder zuvor. Von unten heraus gehts direkt nach vorn, gut dosiert und mit dem entsprechenden Willen zum Traktionsverlust.

Geil.

Nun heißt es erneut: Tourenfit machen.

Eine KTM 1190 Adventure sollte es sein, der leistungsfähige Zweizylindermotor schien mir genau das Richtige für diese Tour! Dafür, dass ich vorher Supersportler fuhr bin ich einfach nur begeistert vom Fahrfeeling ob Gelände oder Straße.

Ausgestattet wurde sie mit diversen Anbauteilen, die es bis auf das Koffersystem von „Touratech-ZEGA“, leider in keinem Zubehör-Shop gibt! Teleskoprohr für Angelrute, Werkzeugtaschen am Sturzbügel, Staurohr für Gaskartuschen (Campingkocher) , US-Munitionsbox für Kompressor und Reifenflicksets, „Erste-Hilfe“-Tasche am Sturzbügel und Die Halterung für den 32er Ringschlüssel zum Kette spannen nicht zu vergessen. Zu guter letzt wurden viele sichtbare Muttern der Anbauteile und des Bügels durch Augenschrauben ersetzt, um notfalls evtl. noch etwas zu befestigen.

Es vergingen in der Vorbereitung wenige Abende an denen ich nicht mit irgendwelchen gelieferten Campinggegenständen mindestens drei runden um die KTM ging , um zu überlegen wie ich sie denn am besten transportiere und befestige (natürlich alles unter den Kritischen und teilweise fragenden blicken meiner mich Liebenden Frau 😬)…

Wir Ihr seht, kann auch eine Suzuki DL 1000 V Strom zu einem Motorrad werden, welches sich auch mal abseits von befestigten Straßen wohlfühlt. liegt natürlich auch an den Reifen (Heidenau K60Scout) und ja, es sind Winterreifen. Ich wusste als Fahrer von Sportlern gar nicht das es so etwas gibt. Vor ein paar Tagen hat es am Polarkreis noch geschneit bei 2 Grad über null. PS: wir haben Mitte Juni und hier im LDS Land sind es gerade 32 Grad. Mann sollte darauf vorbereitet sein. Zudem hat die V noch Koffer dran bekommen (2x40L), einen Unterbodenschutz Marke Eigenbau (aus altem Regalblech 1,5mm stark), ein Schutzgitter für den Kühler (klar, Marke Eigenbau), Zusatzscheinwerfer (weiß auch nicht warum, da es da oben nicht dunkel wird) aber egal, sieht cool aus, einige Zusatztaschen für Werkzeug und Kram dürfen auch nicht fehlen. Alles in allem hält der Frontbügel ne ganze menge Zeug zusammen.

Der Zweizylinder mit je 500cm³ ist zwar sehr robust, wurde trotz alldem einer Vollwartung unterzogen. Ich hab keine Lust am Polarkreis mit ner Panne zu stehen, auch klar. Die V hat jetzt ca. 52 Tkm auf der Uhr.
Wichtig ist, alles was da ans Motorrad kommt muss IP 65 sein. Also wasser, wasser, wasser wasserdicht. Norwegen hat ca. 150 Tage im Jahr Regen. Und man weiß bei dieser tollen Landschaft nicht, ob das Wasser von oben, von unten oder von der Seite kommt.

 

 

 

Hier noch die trockenen technischen Daten der V Strom (DL 1000) aus dem Jahr 2005

Hubraum:
996
Zylinder:
2
PS/KW:
98/72
Fahrzeuggewicht (kg):
237
Sitzhöhe (mm):
855
Ventilspiel (Ein):
KALT 0,10-0,20 MM
Ventilspiel (Aus):
KALT 0,20-0,30 MM
Leerlaufdrehzahl:
1200 ± 100 U/MIN
Vergaserluftschraube:
EINSPRITZUNG
Reifendruck (vorn):
2,5 BAR
Reifendruck (hinten):
2,5 (2,8) BAR
Zündkerze 1:
NGK CR8EK
Zündkerze 2:
NGK CR8EIX
Elektrodenabstand:
0,7 MM
Standrohr Ø:
43 MM TELEGABEL
Ritzel/Kettenrad:
17/41 ZÄHNE
Kette/Endantrieb:
112 GLIEDER

Als ich von der Honda Fireblade auf eine neue Africa Twin umstieg fragten mich alle ob ich das Rentenalter erreicht habe – ehrlich gesagt fühle ich mit diesem Motorrad genau das Gegenteil. Endlich eine Maschine mit der man irgendwie alles machen kann. Nachdem innerhalb von zwei Wochen 1500km in Österreich eingefahren wurde stand für mich fest – nie wieder so einen Rennhobel! Durch die diversen Pässe, und als finale den Großglockner, hat selbst meine Frau wieder vertrauen in die Motorradfahrerei bekommen. Als Sozius fühlte sie sich nicht so wohl auf der Blade – warum nur…

Heiligenblut – Österreich

Im August 2017 sagte ein Freund er würde wirklich gern einmal zum Nordkapp fahren – nicht allein des Nordkaps wegen, sondern um einfach mal eine tolle Tour zu machen. Dies begrüßte ich und sagte für 2018 zu. Nun ging es an die Langstreckentauglichkeit inkl. Gepäck.

Von IBEX Parts habe ich mir die Sturz- sowie Motorschutzbügel montiert. Die Montage Nachts um 2 Uhr erleichterte uns die Montage nicht wirklich, der Krümmer sowie der originale Unterbodenschutz mussten runter. Die Bügel sitzen an den richtigen Stellen und scheinen (hoffentlich wird es nie von mir gestestet) äußerst stabil zu sein.

Kurz darauf folgte dann der Motorschutz, ebenfalls von IBEX Parts. Dieser schütz den Krümmer sowie den Kupplungdeckel deutlich besser als das Originalteil.
Die Montage recht einfach, an die vorhandenen Montagepunkte des Originalteils wird eine Halterung geschraubt welche den großen Motorschutz trägt.

Alles zusammen scheint mir eine sehr gute Ergänzung zu sein. Sollte, was niemand hofft, die Maschine fallen ist zumindest ein grober Schutz gewährleistet.

 

Ein riesiges Lob und Dankeschön geht an die Firma Apduro !
Ich habe nach einigem Mailverkehr dort meine Koffer sowie das Rack bestellt (Größe L inkl Taschen) und bin unglaublich zufrieden mit der Qualität. Diese übersteigt die Koffersysteme die ich bisher gesehen habe um einiges.

Die Seitenkoffer haben vorn und hinten jeweils ein abschließbares Scharnier, welches sich komplett aushaken lässt. Somit ist der Deckel klapp- und abnehmbar!

Das Topcase lässt sich nur von hinten öffnen, auf der Fahrerseite ist ein fixes Scharnier eingesetzt. Der Deckel ist mit einem Band im Öffnungswinkel begrenzt.